Worte formen Wirklichkeit.
Lesen schafft Verstehen.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Literaturfreund:innen und Zuhörer:innen,
auch 2026 versteht sich das Literaturfestival ganzOhr als Einladung, gemeinsam mit zahlreichen Autor:innen die unterschiedlichsten Wirklichkeitsentwürfe zu erkunden. In Romanen, Erzählungen, Essays und Gesprächen begegnen wir Erinnerungen, Aufbrüchen und Brüchen sowie dem, was zwischen den Zeilen unausgesprochen bleibt. Geschichten über weibliche Selbstbehauptung, Sprachlust, Familiengeheimnisse, Generationenkonflikte und politische Zeitdiagnosen führen durch die zwei Festivalwochen, die auch in diesem Jahr durch eine aufregende stilistische und inhaltliche Vielfalt geprägt sind.
Im Zentrum stehen nicht allein die Texte, sondern die Begegnungen, die sie ermöglichen: zwischen Autor:innen und Publikum sowie zwischen Stadtgesellschaft und Literaturbetrieb. Dass sich die unterschiedlichen Veranstaltungsorte zu Resonanzräumen für Gegenwartsliteratur verwandeln, ist dabei Teil des Festivalprinzips.
In Zeiten, in denen öffentliche Debatten zunehmend fragmentiert erscheinen und gesellschaftliche Spannungen zunehmen, schafft Literatur Räume, in denen Komplexität nicht vereinfacht, sondern ausgehalten wird. Sie erlaubt uns, Differenz zuzulassen, ohne die Gesprächsfähigkeit zu verlieren.
ganzOhr lebt von der Bereitschaft, zuzuhören. Von der Neugier auf Geschichten, die uns fremd erscheinen, und vom Wiedererkennen in scheinbar fremden Lebenswelten. Von sprachlicher Präzision und erzählerischem Mut. Und nicht zuletzt von einem Publikum, das all das mitgeht.
Wir freuen uns auf die literarischen Begegnungen mit Ihnen!